pedro calapez "contemplation shifts"

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exhibitions at arthobler

2013contemplation shifts
2013the solo project basel

28th august - 5th ocotober 2013

"Wenn alle Kunst davon abhängig ist, wie der Künstler sein Material verwendet um den Betrachter herauszufordern, so nimmt Farbe einen ganz speziellen Stellenwert ein. Malerei zwingt den Künstler permanent eine Wahl zu treffen, in einem ständigen Akt von Bejahung und Verneinung. Verwerfung von bestehenden Linien der Arbeit, das Ueberdenken von Tradition und was bereits kreiert wurde, ist immer präsent und beeinflusst das Werk. Die Bewegung manifestiert sich in der Art wie die Farbe läuft, aber andere Faktoren, wie visuelle Fluidität, Juxtaposition oder die Form und Fragmentation des Supports und dessen Anordnung sind ebenso wichtig

Meine Arbeit hat mit dem Blick zu tun – wie der Betrachter schaut, wie er die Zeit versteht, die sein Auge braucht, um die vielschichtig bemalte Oberfläche zu erfassen. Meine Maleriei befasst sich mit Erinnerung und Tradition, sie versucht das Umfeld und dessen Struktur zu ergründen und eine Interaktion mit dem Betrachter einzugehen. Es geht dabei um Distanz und Nähe, Fragmentation und Re-Komposition, die Beziehung vom Detail zum Ganzen. Es geht um die Autonomie der Geste, die Art der Handbewegung, den physikalischen Akt ein Gemälde zu erschaffen, das Weiche und Textur-Beladene, die Leere und das Volle, Gleichgewicht und Instabilität. Meine Arbeit ergründet Identifikation und die Kapazität der Entdeckung; sie verfolgt ein konstantes Infragestellen der Wiedergabe von Realität." 

Pedro Calapez

"If all artwork depends on how the artist uses materials to challenge an observer, colour takes a special importance. Painting constantly forces the artist to make choices, acts of acceptance or refusal. Rejecting previous lines of work, rethinking tradition and what was done before is always present. The gesture is manifesting itself in the way the paint drips, but other factors such as the fluidity and colours, juxtaposition or the form and fragmentation of the support and its display are also crucial.

My work has to do with the gaze, how you stare, how you understand the time the eye takes to scrutinize a surface filled with lines and colours. It has to do with memory and traditions of procedures, it tries to understand the surrounding space and what constitutes that space and its interaction with a spectator. It has to do with distance and proximity, fragmentation and re-composition, the relationship of detail with the whole. It deals with the autonomy of the gesture, with the way the hand acts, with the physical act of making a painting, with the smooth and the textured, with the empty and the full and with the equilibrium and the instability. My work has to do with identification and the capacity of discovery; it continually questions the representation of reality."

Pedro Calapez